Auszug aus: Katrin Behrend: Katzen – glücklich und gesund,
München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH, 2002, S. 42 f.
Katzenpflege
Regelmäßige Pflege bedeutet nicht nur Zuwendung, sondern gleichzeitig Kontrolle, denn dabei lassen sich Krankheitsanzeichen feststellen.
Körperpflege
- Kurzhaarkatzen nur während des Fellwechsels täglich die losen Haare ausbürsten. Bei der anschließenden Pflege mit dem Noppentuch oder -handschuh wird die Katze gleichzeitig massiert.
- Halblanghaar- und Langhaarkatzen täglich kämmen und bürsten. Vor allem bei Persern verfilzen die Haare sonst zu stark.
- Baden Sie Ihre Katze nur, wenn sie sehr verschmutzt ist. ...
- Zähne reinigen sich beim Zerkauen von Trockenfutter oder Büffelhautknochen von selbst. Ein junges Kätzchen lässt sich aber auch ans Zähneputzen gewöhnen. Zahnbelag und Mundgeruch weisen auf Zahnstein hin, den der Tierarzt entfernen sollte. Zur Kontrolle des Rachenraums drückt man vorsichtig auf den Punkt, an dem Ober- und Unterkiefer zusammenstoßen. Manchmal reicht es auch, die "Lefzen" (heißt das so bei Katzen?) herunterzuziehen. Günstigenfalls tut man das nicht, nachdem Fisch oder Geflügel gefressen wurden.
- Die Ohrmuschel mit einem angefeuchteten Papiertaschentuch reinigen. Schmutz in den Ohren, Schiefhalten und Schütteln des Kopfes sind Anzeichen für Ohrmilben, die der Tierarzt behandeln muss.
- Die Augenwinkel mit einem feuchten Tuch reinigen. Dabei wischt man vom Augenwinkel in Richtung Nase abwärts.
- Den Körper abtasten, ob Schwellungen, Schorf oder Dellen zu spüren sind. Auch die Pfötchen nicht vergessen. Wiederholter Unwille oder gar Schmerzensäußerungen sollten direkt zum Tierarzt führen.
